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Philipp Schaer

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Der HI stellt vor

Der HI stellt vor: Die Düsseldorfer Informationswissenschaft

In der Reihe Der HI stellt vor möchten wir regelmäßig die Hochschulstandorte der Informationswissenschaft vorstellen und somit die Vielfalt der Forschungs- und Lehrinhalte demonstrieren. Weitere Beiträge der Reihe finden Sie dann in Zukunft auf der entsprechenden Kategorieseite

Die Abteilung Informationswissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf zeichnet sich durch ein breitgefächertes Forschungsportfolio sowie ein innovatives und diverses Lehrangebot aus. In Düsseldorf gab es die Möglichkeit, das Fach Informationswissenschaft sowohl im integrativen Bachelorstudiengang (Informationswissenschaft und Sprachtechnologie) zu studieren, als auch im Ergänzungsfach ergänzend zu verschiedenen Kernfächern der Philosophischen Fakultät. Seit dem 30. September 2020 sind das Ergänzungsfach und der integrative Studiengang eingestellt.[1] Schwerpunkt der Bachelorstudiengänge waren die Module Information Retrieval, Wissensrepräsentation, Informetrie und angewandte Informationswissenschaft. In den letzten Jahren bot insbesondere das Modul angewandte Informationswissenschaft aktuelle Themen, wie Open Science, Gamification, Smart Cities, Social Media aber auch Digital Humanities an. Der Masterstudiengang ermöglicht den Studierenden vor allem ihre erlernten Fähigkeiten in die Praxis umzusetzen (z.B. durch selbst entwickelte Suchmaschinen im Bereich Information Retrieval) sowie ihr Wissen im Modul Wissensrepräsentation und Wissensmanagement zu vertiefen. Auch wird in der Lehre die Zusammenarbeit mit Organisationen und Unternehmen in Düsseldorf angestrebt.[2] In einem zu absolvierendem Teamprojekt erhalten die Studierenden die Möglichkeit eigenständig eine Forschungsstudie auszuarbeiten, die sie anschließend für eine Fachzeitschrift oder eine Konferenz einreichen können.[3] In innovativen Lehr-Lernformaten, wird nicht nur die Theorie, sondern auch der praktische Bezug hergestellt: In der Vorlesung erleben Studierende durch „Die Legende von Zyren“[4] Gamification hautnah und in diversen Seminaren wurden unter anderem eigene Apps erstellt oder ganze Google Adwords Kampagnen für lokale Unternehmen konzipiert.

Forschung

Die Forschung der Düsseldorfer Informationswissenschaft fällt durch ihre Themenvielfalt auf. Eine anwendungsorientierte bzw. nutzerorientierte Perspektive ist Teil vieler Forschungsarbeiten der Kollegen:innen aus Düsseldorf. Dabei werden je nach Bedarf und Anforderungen verschiedene quantitative und qualitative Methoden der Informations- und Sozialwissenschaft angewendet; angefangen bei Inhaltsanalysen, Umfragen, Interviews bis hin zur Entwicklung und Programmierung von Systemen.

Im Verlauf der Jahre haben die Forscher:innen der Abteilung die folgenden Bereiche erforscht:

  • eLearning,
  • (emotionales) Information Retrieval,
  • Gamification,
  • Information and Sustainable Development,
  • Information Literacy,
  • Informetrics, Scientometrics, Altmetrics,
  • Knowledge Management,
  • Informational Cities,
  • Library Science,
  • Live Streaming,
  • Microblogging,
  • Open Data/Open Government,
  • Recommender Systems,
  • Smart Wearables and Health,
  • Social Media Use and Usage, und
  • Terrorism Research.

Im Folgenden sollen einige der Forschungsarbeiten komprimiert aufgeführt werden.

Im Bereich Information Behavior haben sich Mitarbeiter:innen mit verschiedenen Themen auseinandergesetzt. Angefangen mit dem Informationsverhalten von Asylbewerber:innen[5] bis hin zum Informationsverhalten und der Informationskompetenz in Video-Spielen[6] und im Gesundheitsbereich (Self-Tracking Technologien). Hierbei spielen Nutzer:innen eine wichtige Rolle. Ihr Verhalten sowie ihre Informationskompetenz werden aus verschiedenen Perspektiven näher untersucht. In den letzten Jahren hat sich neben diesen Themen insbesondere auch der Bereich der Social Live Streaming Services als ein Kernbereich der Düsseldorfer Informationswissenschaft herausgestellt. In diesem Zusammenhang wurde auch das Informationsverhalten näher analysiert, sowie die allgemeine Akzeptanz, Motivationen und Nutzungshintergründe. In diesem Kontext ist insbesondere das „Model for Information Behavior on Social Live Streaming Services“[7] entstanden.

Auch die Forschung über Bibliotheken ist ein wesentlicher Bestandteil der Düsseldorfer Informationswissenschaft. So wurde nicht nur untersucht, inwieweit Information Literacy Angebote in kanadischen und amerikanischen öffentlichen und akademischen Bibliotheken vermittelt werden[8], sondern auch, inwiefern das Thema Open Innovation für Bibliotheken eine Rolle spielt und wie dies die Rolle der Bibliothek verändern kann[9]. Aus der theoretischen und praktischen Auseinandersetzung mit dem Thema Informationskompetenz resultierte letztlich sowohl die Konzipierung und Validierung eines Information Literacy Assessment Instruments[10] als auch Lernmethoden zum Erwerb und der Förderung der Informationskompetenz[11]. Informationskompetenz ist in allen Altersstufen eine wichtige Fähigkeit. Insbesondere die Entwicklung einer Applikation zur Untersuchung des Verhaltens von Kleinkindern bezüglich der Medien- und Informationskompetenz liegt hierbei im Interesse der Düsseldorfer anwendungsorientierten Forschung.[12]

Ein eher jüngeres Thema, aber dennoch wichtiges Forschungsfeld, ist die Rolle der Informationswissenschaft im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung. Hier spielen vor allem die Informationsvermittlung und die Bereitstellung von Informationen eine wichtige Rolle. In den Studien wurden hierzu drei Faktoren näher analysiert: Die Nutzerschaft, die Bibliotheken und die Publikationslandschaft in Bezug auf die Disziplin Bibliotheks- und Informationswissenschaft. So wurde zum Beispiel herausgefunden, dass Forschungsartikel sich nicht nur auf nachhaltige Entwicklungen in und von Bibliotheken konzentrieren, sondern auch auf Informationssysteme[13]. Zusätzlich wurde aufgezeigt, dass insbesondere in der Phase der Implementierung von nachhaltigen Projekten, Bürger:innen mehrheitlich innerhalb eines in NRW basierten Projektes miteinbezogen wurden.[14]

Die Düsseldorfer Forschung ist ebenfalls für ihre Studien im Bereich Smart World Cities (Knowledge Cities) bekannt, in denen mehr als 31 Städte untersucht wurden.[15] Der informationswissenschaftliche Ansatz konzentriert sich hierbei besonders auf die Untersuchung der digitalen wie auch kognitiven Infrastruktur, die für die Digitalisierung und die Entwicklung einer Wissensgesellschaft einen ausschlaggebenden Faktor darstellt. Auf Basis empirischer Analysen wurden hier unter anderem, die Dienstleistungen der Bibliotheken[16] oder auch das Informationsangebot und die Nutzerfreundlichkeit von Regierungswebseiten[17] durchgeführt, welche als Grundlage zur Modellierung von Anforderungskatalogen an Informationsdienstleistungen in der Wissensgesellschaft dienen.

Mit der Entwicklung hin zur Wissensgesellschaft kann ein Wandel von einer geschlossenen zu einer offenen und transparenten Regierung in vielen Smart Cities beobachtet werden. Die Düsseldorfer Informationswissenschaft hat sich mit verschiedenen Aspekten von Open Government, der digitalen Transformation von Verwaltung und die Einbindung der Bürger:innen und Unternehmen, angesichts der Verwaltungsentscheidungen (Stichwort: Citizenship)[18] wissenschaftlich auseinandergesetzt.

Neben intensiver Forschung zur Facebook-Nutzung[19], auch im Vergleich zu VKontakte[20], wurde außerdem die Plattform Instagram in den letzten Jahren zunehmend zum Gegenstand Düsseldorfer Forschungsarbeiten. Ein Fokus liegt beispielsweise auf der Entstehung von Hashtags[21] oder ihren Anwendungsbereichen. Unter anderem werden verschiedene Kategorien näher untersucht, zum Beispiel die inhaltliche Beschreibung (Ofness/Aboutness) durch Hashtags, nicht-thematische Hashtags (Isness) oder wissenschaftlich falsch vergebene Hashtags. Dass die Düsseldorfer Informationswissenschaft auch auf gesellschaftliche Aktivitäten reagiert, zeigen mehrere Studien bezogen auf die Terrorattacken[22] „Charlie Hebdo“, „Paris Attacks“ und „Brussel Attacks“ oder gesellschaftliche Bewegungen wie „FridaysForFuture“[23]. Zur Düsseldorfer Social Media Forschung zählen auch Studien zu Plattformen wie Reddit, Jodel (anonymer und standortbezogener Social Media Dienst), YouNow, Pinterest und Twitch. Hierbei beziehen sich einige der untersuchten Aspekte auf nutzergenerierte Inhalte, die Motivation, Gratifikationen (Uses & Gratifications Theory), Akzeptanz und das Nutzerverhalten. Neben Plattform-fokussierten Studien wurde auch das Thema Fake News und Social Media in einigen Studien näher beleuchtet.[24]

Es werden allerdings nicht nur Themen aus der angewandten Informationswissenschaft intensiv erforscht, sondern auch Disziplinen wie die Informetrie weiter vorangetrieben. So werden nicht nur kritische Fragen hinsichtlich informetrischer Indikatoren gestellt[25], sondern auch bei einem internationalen Projekt, wie dem Metrics Literacies Projekt[26], mitgewirkt.[27] Ebenfalls beschäftigen sich die Düsseldorfer Kolleg:innen mit der Sichtbarkeit der Forschungsarbeiten von Publizierenden und den Herausforderungen, die die wissenschaftlichen Fachdatenbanken mit sich bringen.[28] Einen weiteren Bereich stellen informetrische Analysen über die Jemen-Forschung dar. Der Fokus liegt dabei darauf, die Jemen-Forschung in Deutschland mithilfe von bibliometrischen Indikatoren und Methoden abzubilden.[29]

Auch im Bereich des Gesundheitswesens hat sich die Düsseldorfer Informationswissenschaft ein Standbein aufgebaut. Dabei spielen die Komponenten „Nutzer:in und Technologie“ sowie „Nutzer:in und Information“ eine wichtige Rolle. Angefangen bei der Forschung über die Akzeptanz und die Nützlichkeit, den Motivationshintergründen, dem Datenschutz bis hin zum Informationsverhalten wird das Thema Self-Tracking Technologien vielfältig aus der Düsseldorfer Perspektive untersucht.[30] Insbesondere beim Thema Datenschutz wird aufgezeigt, dass Informationsrecht vermehrt in den Düsseldorfer Studien thematisiert wurde, zum Beispiel das die Gesetzesübertretungen innerhalb von Social Live Streaming Diensten stattgefunden haben.[31]

Information Retrieval kann aus verschiedenen Perspektiven näher beleuchtet werden. In Düsseldorf wurde insbesondere das emotionale Retrieval tiefergehend untersucht. Hierbei wurde eine Suchmaschine aufgebaut, die darauf fokussiert ist, emotionsbehaftete Dokumente zu identifizieren. So sollen Nutzer:innen in der Lage sein, anhand von Emotionen nach Dokumenten zu suchen[32]. Neben Suchmaschinen für emotionsgeladene Inhalte spielt auch Virtual Reality allgemein in der Wissenschaft und im Bereich des Information Retrievals eine wichtige Rolle. Wie kann eine Suchoberfläche in Virtual Reality gestaltet werden und was muss hierbei beachtet werden? Ein systematisches Literaturreview sollte hierzu erste Erkenntnisse und Informationen liefern[33].

Dies war ein komprimierter Einblick in die Forschung und Lehre der Düsseldorfer Informationswissenschaft. Die Düsseldorfer Informationswissenschaft ist insbesondere bis 2019 durch die Visionen und Impulse von Professor Dr. Wolfgang G. Stock[34], ehemaliger Leiter der Abteilung, geprägt. Auch heute ist Prof. Stock noch aktiv in der Forschung und pflegt nicht nur weiterhin den Kontakt zu seinen langjährigen Forschungskolleg:innen in Graz, mit denen die Düsseldorfer Informationswissenschaft seit Jahren gemeinsam forscht[35], sondern war dort auch Gastprofessor im Wintersemester 2019/2020 und 2020/2021. Natürlich wird auch noch stets mit den Düsseldorfer:innen fleißig zusammengearbeitet. Die Düsseldorfer Informationswissenschaft schätzt bis heute die internationalen Kooperationen und insbesondere mit den ehemaligen Kolleg:innen weltweit.

Kontaktperson: Dr. Aylin Imeri

Referenzen

[1] https://asistdl.onlinelibrary.wiley.com/doi/pdf/10.1002/pra2.2016.14505301124

[2] https://www.hhu.de/news-einzelansicht/praxis-trifft-auf-wissenschaft / https://www.pressrelations.com/blog/de/medienanalyse-einblicke-in-den-newsradar

[3] https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/hir.12361

[4] https://idw-online.de/de/news?print=1&id=543321 / https://ieeexplore.ieee.org/document/7427286/authorshttps://www.diva-portal.org/smash/get/diva2:1278377/FULLTEXT01.pdf#page=81

[5] https://www.degruyter.com/document/isbn/9783110672022/html

[6] https://www.youtube.com/watch?v=vwyYmcs3jTE

[7] https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-319-91485-5_33

[8] https://asistdl.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1002/pra2.2015.145052010036

[9] https://scholarspace.manoa.hawaii.edu/bitstream/10125/50411/paper0524.pdf

[10] https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-319-14136-7_55

[11] https://zenodo.org/record/17977#.YizEBS9XY6U

[12] http://docplayer.net/138758804-Exploring-media-and-information-literacy-in-early-childhood-with-a-digital-app.html

[13] https://www.emerald.com/insight/content/doi/10.1108/JD-02-2019-0021/full/html

[14] https://www.mdpi.com/2413-8851/4/1/13/htm

[15] https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/9783110577662/html?lang=de

[16] https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/libri-2013-0024/html

[17] https://linkinghub.elsevier.com/retrieve/pii/S0740624X16301356

[18] https://dl.acm.org/doi/10.1145/3184558.3191518

[19] https://library.oapen.org/bitstream/handle/20.500.12657/32146/615495.pdf?sequence=1

[20] https://www.researchgate.net/profile/Katsiaryna-Baran/publication/291350849_Facebook_has_Been_Smacked_Down_The_Russian_Special_way_of_SNSs_Vkontakte_as_a_Case_Study/links/56a1ff1108ae2afab884ba4d/Facebook-has-Been-Smacked-Down-The-Russian-Special-way-of-SNSs-Vkontakte-as-a-Case-Study.pdf

[21] https://scholarspace.manoa.hawaii.edu/bitstream/10125/64080/0273.pdf

[22] https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-319-58559-8_26

[23] https://journals.sagepub.com/doi/full/10.1177/01655515211063620

[24] https://www.koreascience.or.kr/article/JAKO201920461984556.page

[25] https://link.springer.com/article/10.1007/s11192-021-03968-1

[26] https://www.scholcommlab.ca/research/metrics-literacies/

[27] https://zenodo.org/record/5101306#.YijDdy1Q14I

[28] https://www.mdpi.com/2304-6775/6/1/7

[29] https://www.researchgate.net/publication/338660114_Eine_bibliometrische_Untersuchung

[30] https://open.spotify.com/episode/6n0gQonHupNlkb9HFCgVnJ?si=TOIrP4sEQVO5q7Jf_LwcnQ

[31] https://dl.acm.org/doi/abs/10.1007/978-3-319-58460-7_40

[32] https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/iwp-2012-0050/html

[33] https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0246398

[34] Pensionierung im Jahr 2019

[35] https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/iwp-2017-0060/html

Der HI stellt vor

Der HI stellt vor: Das Department Information an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg

In der Reihe Der HI stellt vor möchten wir regelmäßig die Hochschulstandorte der Informationswissenschaft vorstellen und somit die Vielfalt der Forschungs- und Lehrinhalte demonstrieren. Weitere Beiträge der Reihe finden Sie dann in Zukunft auf der entsprechenden Kategorieseite

Das Department Information an der HAW Hamburg bietet in der Bibliotheks- und Informationswissenschaft die gesamte Vielfalt des Fachs in Forschung und Lehre. Labore in den Bereichen Usability, Suchmaschinen, Medienkompetenz und Open Access unterstützen forschendes Lernen und die praxisnahe Zusammenarbeit von Professor*innen, Mitarbeiter*innen und Studierenden.

Studiengänge

Das Department bietet zwei Studiengänge mit informationswissenschaftlichem Profil an: Bibliotheks- und Informationsmanagement (B.A.) und Digitale Transformation (M.A.).

Bibliotheks- und Informationsmanagement (B.A.)

Im Studiengang Bibliotheks- und Informationsmanagement (B.A.) werden Expert*innen qualifiziert, die Informationssysteme und -architekturen für die Informationsversorgung von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft gestalten und Teilhabe, Partizipation und Inklusion nach der Maxime des Lebenslangen Lernens fördern.

Gegenstand des Studiums sind Aktivitäten rund um die Kuratierung, Strukturierung, Bereitstellung und Vermittlung von Medien, Information und Daten. Dazu gehören die Analyse von Informationsverhalten, Konzepte der Wissensorganisation und -repräsentation, die Gestaltung von (digitalen) Such-, Lern- und Forschungsumgebungen in den Informationsinfrastrukturen von Bibliotheken, Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie von Unternehmen. Informations- und Medienkompetenz werden unter Berücksichtigung von ethischen und rechtlichen Fragestellungen im Rahmen der Bibliothekspädagogik gefördert. Im Mittelpunkt des Studiums steht immer der Mensch im Umgang mit Daten, Information und Wissen. 

Das Studium ist nach dem Konzept des Guided Learning konzipiert und unterstützt das selbstbestimmte Lernen von Studierenden in Werkstätten, Laboren, Projekten, digitalen Lernszenarien und durch Forschendes Lernen im engen Austausch mit Lehrenden und vielseitigen Praxispartner*innen.

Bereits im zweiten Semester besteht die Möglichkeit einer fachlichen Spezialisierung in einem von drei Profilen: 

  • Teilhabe in der Informationsgesellschaft
    Im Fokus des Profils stehen Konzepte, die lebenslanges Lernen und Teilhabe in einer diversen Gesellschaft unterstützen und eine optimale Informations- und Medienversorgung in modernen Begegnungs- und Diskursräumen sicherstellen. Qualifiziert werden Expert*innen, die sich kritisch mit informationsethischen, gesellschaftlichen und kulturellen Fragen auseinandersetzen und Programme für die Kultur- und Bildungsarbeit ebenso entwickeln wie bibliothekspädagogische Konzepte, die Lesefähigkeit sowie Informations- und Medienkompetenz fördern. 
  • Digitale & offene Wissenschaft
    Im Fokus des Profils stehen digitale Transformationsprozesse in Forschung und Lehre. Die inhaltlichen Schwerpunkte liegen auf Publikations- und Informationsservices von Bibliotheken. Gegenstand ist die Aufbereitung, Erschließung, Strukturierung und Veröffentlichung von Informationen und Forschungsdaten. Qualifiziert werden Expert*innen, die digitale Informationsinfrastrukturen und Services planen, entwickeln und managen sowie Open-Science-Initiativen gestalten, um die Verfügbarkeit von Informationsressourcen in der Wissenschaftsgemeinschaft und in der Gesellschaft aktiv zu fördern.
  • Search & User Experience
    Im Fokus des Profils steht die benutzerorientierte Gestaltung von Such- und Informationssystemen in Bibliotheken, Informationseinrichtungen und Unternehmen der Informationswirtschaft. Qualifiziert werden Expert*innen, die Such- und Informationsprozesse in digitalen Informationssystemen verstehen, evaluieren und auf Basis valider wissenschaftlicher Erkenntnisse aus der Perspektive von Nutzenden optimieren. 

Digitale Transformation (M.A.)

Der Studiengang Digitale Transformation (M.A.) qualifiziert für Digital Leadership und Management. Der Studiengang bereitet auf die Übernahme anspruchsvoller Fach-, Führungs- und Projektleitungsaufgaben bei Informationsdienstleistern, Medienunternehmen, Bibliotheken und öffentlichen Kultureinrichtungen sowie im digitalen Change Management von Unternehmen diverser Branchen vor.

Die wissenschaftliche Aufarbeitung ausgewählter Themen digitaler Transformation in der Informations- und Medienwirtschaft sowie öffentlicher Nutzungskontexte und ihre methodisch-systematische Analyse fördern innovative Anwendungs- und Forschungskompetenz. Der erfolgreiche Studienabschluss befähigt auch zur Promotion.

Das Studium ist inhaltlich nach dem Modell des forschenden Lernens in einem Spiralcurriculum aufgebaut, das sich über vier Semester gliedert. In den Semesterschwerpunkten erfolgt die stufenweise Entwicklung von drei Kompetenzdimensionen:

Im 1. Semester besteht das Modul Management digitaler Transformationsprozesse aus den Lehrveranstaltungen Algorithmen und Gesellschaft, Statistik und wirtschaftstheoretische Analyse sowie Recherche und Verifikation. Daran schließt ein Managementprojekt an. Aus dem Kontext der Informationswirtschaft sowie öffentlicher Nutzungskontexte kommen hier Projektthemen zur Datenqualität, zu Suchfunktionen oder bibliometrische Aspekten in Frage. Im Bereich der Medienwirtschaft werden Projektthemen im Medienmanagement mit Fokus auf die digitale Transformation angeboten.

Im 2. Semester steht die Analyse digitaler Transformationsprozesse im Zentrum der Lehrveranstaltungen. Gegenstand sind gesellschaftliche und kulturelle Trends sowie ihrer ethischen und rechtlichen Implikationen im Rahmen der Medien-, Kommunikations- und Informationspolitik. Das Semester schließt mit einem Analyseprojekt in der Informationswirtschaft bzw. im öffentlichen Nutzungskontext ab. Themen kommen z. B. aus  der Digital Humanities, des Search Engine Bias, der User Experience, der Informationsethik oder behandeln in diesem Zusammenhang rechtliche Fragen. Im Bereich Medien und Kommunikation werden die Einflussfaktoren für die erfolgreiche Implementierung digitaler Transformationsprojekte analysiert und zielorientiert genutzt.

Im 3. Semester fokussiert das Modul Gestaltung digitaler Transformation in drei Lehrveranstaltungen auf die Produktion und Distribution digitaler Medieninhalte, Data Mining und Datenvisualisierung sowie Kommunikationsstrategien in der digitalen Transformation. Ein Gestaltungsprojekt vertieft die erworbenen Kompetenzen. Hier sind beispielhaft Projekte zu Kommunikationskonzepten, Open Science oder auch Konzepten für Learning Spaces möglich. Im Bereich der Medien- und Kommunikationswissenschaft werden die Strategien der Risiko- und Krisenkommunikation sowie des Marketings für digitale Transformationsprojekte erarbeitet.

Im 4. Semester entsteht, begleitet durch ein Masterkolloquium, die Masterarbeit. In der Masterarbeit werden die im Studium erworbenen Kompetenzen zusammengeführt und mit wissenschaftlichen Methoden evaluiert.

Forschung

Die Professor*innen und Mitarbeiter*innen der Fachgruppe Bibliothek und Information forschen unter anderem in den folgenden Bereichen:

  • Bibliothekspädagogik und Informationsdidaktik 
  • Change Management
  • (Hybride) Lernräume 
  • Informationsethik und Recht 
  • Open Access und Open Science  
  • Suchmaschinen und Information Retrieval
  • Usability und User Experience

Die Forschung am Department ist in vielen Fällen anwendungsbezogen und findet in Zusammenarbeit mit Praxispartner*innen statt. Nach der Idee des Forschenden Lernens werden Studierende regelmäßig in Forschungsprojekte eingebunden, sei es im Rahmen von Projekten sowie von Bachelor- und Masterarbeiten, als studentische Hilfskräfte oder als Projektmitarbeiter*innen.

Viele Forschungsprojekte werden durch externe Geldgeber gefördert, zum Beispiel durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), die Europäische Union sowie durch Ministerien und die Wirtschaft.

Kontaktperson

Prof. Dr. Dirk Lewandowski

dirk.lewandowski@haw-hamburg.de

Der HI stellt vor

Der HI stellt vor: Informationswissenschaft an der Karl-Franzens-Universität Graz

In der Reihe Der HI stellt vor möchten wir regelmäßig die Hochschulstandorte der Informationswissenschaft vorstellen und somit die Vielfalt der Forschungs- und Lehrinhalte demonstrieren. Weitere Beiträge der Reihe finden Sie dann in Zukunft auf der entsprechenden Kategorieseite

Von 1987 – 2020 bestand an der Karl-Franzens-Universität Graz mit dem Institut für Informationswissenschaft das einzige facheinschlägige Universitätsinstitut für Informationswissenschaften in Österreich. Mit dem 1. Oktober 2020 endete die Geschichte des Instituts für Informationswissenschaft als selbständige Organisationseinheit, indem dieses gemeinsam mit zwei weiteren Instituten der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, in das neue Institut für Operations und Information Systems überführt wurde. Grund für diese Fusionierung waren strategische Überlegungen der Fakultät, die bestrebt ist, größere Organisationseinheiten zu bilden, um Synergieeffekte zu generieren. Auch wenn sich die Bezeichnung „Informationswissenschaft“ nun nicht mehr im Institutsnamen wiederfindet, lebt die Lehre und Forschung der Grazer Informationswissenschaft als Teil des neuen Institutsbereichs „Information Systems“ fort.

Eine Besonderheit ergibt sich aus der institutionellen Verortung an der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät. Dies führte bereits in der Vergangenheit dazu, dass die Lehre und Forschung einen starken wirtschaftswissenschaftlichen Bezug aufweisen. Anstelle eines eigenen informationswissenschaftlichen Studiengangs können die Lehrveranstaltungen des Instituts von Studierenden der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften im Rahmen ihrer Spezialisierung (Spezialisierungsgebiete „Informationswissenschaft und Wirtschaftsinformatik“ und „Business Analytics and Data Science“) oder als Wahl(pflicht)fächer belegt werden.

An der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät wurde kürzlich das Business Analytics und Data Science (BANDAS) Center gegründet. Dieses universitäre Forschungszentrum soll fakultätsintern als Kompetenzzentrum fungieren und Kontakte zu Wirtschaft und Gesellschaft intensivieren. Die erste Aufgabe des BANDAS-Centers ist, den Einsatz und die Anwendung datenbasierter Technologien in den BWL-Anwendungsfeldern zu untersuchen. Es hat damit eine natürliche Schnittstelle zu allen BWL-Fachbereichen. Die zweite wichtige Aufgabe des BANDAS-Centers ist, die gesellschaftlichen Auswirkungen datenbasierter Technologien zu erforschen und somit die sozialwissenschaftliche Perspektive der Fakultät zu vertreten. Das BANDAS-Center wird sowohl räumlich als auch personell eng mit dem neuen Institut und speziell mit der Arbeitsgruppe „Information Systems“ verbunden sein.

Mit dem stärkeren Anwendungsbezug der Arbeitsgruppe ist auch eine stärkere Ausrichtung auf Informatikthemen verbunden. Da die Universität Graz keine eigene Informatik-Arbeitsgruppe hat, wurde dazu eine enge Kooperation mit der Fakultät für Informatik der Technischen Universität Graz aufgebaut. Aus dieser Kooperation zwischen den Fakultäten ist auch ein neuer Masterstudiengang „Computational Social Systems“ mit den Majors „Business Analytics“ (BWL–Informatik), „Law and Computer Science“ (Rechtswissenschaften – Informatik), „Human Factors“ (Psychologie – Informatik) und „Social Research and Technologies“ (Soziologie – Informatik) hervorgegangen. Im Masterstudium werden sozio-technische Systeme untersucht, in denen der Mensch, die Gesellschaft, die Wirtschaft und unser Rechtsrahmen zusammen mit der IT betrachtet werden. Das Studium ist im doppelten Sinn interdisziplinär. Es ermöglicht das Studium an zwei Universitäten und in zwei Themenfeldern. Hier wird das Institut und speziell die Arbeitsgruppe „Information Systems“ eine wichtige koordinierende Rolle für dieses Studium und den Major „Business Analytics“ einnehmen. Dieser Fokus wird auch zusammen mit dem Institut für Entrepreneurship für die Managementausbildung aufgegriffen und ein MBA-Programm „Digital Leadership“ entwickelt.

Durch das deutlich größere Lehrportfolio gibt es nach wie vor reichlich Platz für informationswissenschaftliche Themen, die durch ihre traditionell interdisziplinäre Ausrichtung gut in das Spannungsfeld zwischen Technologie, wirtschaftswissenschaftlichen Anwendungen und Gesellschaft passen.

Forschungsseitig werden die bestehenden informationswissenschaftlichen Themen durch mehr technik-orientierte Wirtschaftsinformatikthemen ergänzt. Dies passiert durch die Anbindung des BANDAS-Centers an das Institut und durch die stärkeren Kooperationen mit der TU Graz. Ebenso sollen durch die Kooperationen mit den anderen beiden Arbeitsgruppen des Institutes (Operations Research und Supply-Chain Management), die ebenso eine starke technische Ausrichtung haben, weitere Impulse in diese Richtung erfolgen.

Forschungsnetzwerk „Human Factor in Digital Transition“ (HFDT)

An der Universität Graz ist HFDT seit Anfang 2019 als eines von vier sogenannten Forschungsnetzwerken eingerichtet. Ziel von HFDT ist es zu untersuchen, wie die Digitalisierung den Menschen und sein Handeln sowie sein Leben beeinflusst. Auch wenn der Fokus auf den Auswirkungen der Digitalisierung auf den Menschen liegt, so ist eine Reihe von (möglichen) Forschungsthemen auch informationswissenschaftlicher Natur. Dies kommt durch die am Netzwerk beteiligten Institutionen bzw. Forschungsbereiche zum Ausdruck:

  • Operations and Information Systems: Data Science and Business Analytics
  • Volkswirtschaftslehre: Informationsökonomie
  • Soziologie: Informationsgesellschaft
  • Rechtswissenschaften: Informationsrecht
  • Geisteswissenschaften: digitale Geisteswissenschaften
  • Theologie und Philosophie: Informationsethik
  • Psychologie
  • Pädagogik: digitales Unterrichtsdesign.

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit innerhalb des Forschungsnetzwerkes erfolgt in folgenden zentralen Bereichen:

  • Forschungsprojekte: Teilnahme an internationalen Projektausschreibungen und Durchführung von interdisziplinären Forschungsprojekten
  • Regelmäßiges Brown-Bag Seminar
  • Lehre: gemeinsames Doktorandenkolloquium
  • Veranstaltungen: Abhaltung von Workshops und Symposien.

Inter-universitärer postgradualer Universitätslehrgang „Library and Information Studies“

Im Bereich der Lehre werden informationswissenschaftliche Inhalte zusätzlich durch den Universitätslehrgang „Library and Information Studies“ abgedeckt. Es handelt sich dabei um einen inter-universitären Universitätslehrgang, der aktuell an den Universitäten Graz, Innsbruck und Wien sowie an der Österreichischen Nationalbibliothek in Kooperation mit der Universität Wien eingerichtet ist. Der erste Teil (Grundlehrgang) muss vom wissenschaftlichen Bibliothekspersonal an Universitätsbibliotheken besucht werden, grundsätzlich ist aber eine bibliothekarische Tätigkeit nicht Voraussetzung für die Aufnahme in den Universitätslehrgang.

Zur Sicherstellung der wissenschaftlichen Qualität dieser Ausbildung gibt es an jeder der durchführenden Universitäten einen wissenschaftlichen Leiter (an der Uni Graz ist dies ein Mitarbeiter des ehemaligen Instituts für Informationswissenschaft). Österreichweit wurde ein sogenanntes wissenschaftliches Leitungsgremium installiert, das sich aus den wissenschaftlichen Leitenden der einzelnen Universitäten zusammensetzt und das einmal jährlich tagt.

Text auszugsweise entnommen aus: Reichmann, G., Schlögl, C. und Thalmann, S. (2021): Das Institut für Informationswissenschaft an der Universität Graz: 1987 – 2020, Information – Wissenschaft & Praxis, 72(1), 1-9. https://doi.org/10.1515/iwp-2020-2132

 

Der HI stellt vor

Der HI stellt vor: Informationswissenschaft an der Technischen Hochschule Köln

In der Reihe Der HI stellt vor möchten wir regelmäßig die Hochschulstandorte der Informationswissenschaft vorstellen und somit die Vielfalt der Forschungs- und Lehrinhalte demonstrieren. Weitere Beiträge der Reihe finden Sie dann in Zukunft auf der entsprechenden Kategorieseite

Die Geschichte des Instituts für Informationswissenschaft (IWS) an der Technischen Hochschule Köln geht zurück bis ins Jahr 1928, damals noch unter dem Namen der Vorgängereinrichtung, der Westdeutschen Volksbüchereischule. Diese ging 1949 in das das Bibliothekar-Lehrinstitut des Landes Nordrhein-Westfalen über und wurde 1982 die Fachhochschule für Bibliotheks- und Dokumentationswesen, welche 1995 letztlich in die damalige Fachhochschule Köln (FH Köln) eingegliedert wurde. Zunächst fungierte man als Fachbereich Bibliotheks- und Informationswesen, später dann als Fachbereich Informationswissenschaft um dann im Rahmen der Hochschulreform 2002 in der neugegründeten Fakultät für Informations- und Kommunikationswissenschaften aufzugehen. Aus dem Fachbereich wurde dann letztlich das IWS, das zusammen mit dem Institut für Translation und Mehrsprachige Kommunikation (ITMK) und dem Forschungsinstitut für Informationsmanagement (IIM) die drei Institute der Fakultät bildet. 2007 wurde das ZBIW – Zentrum für Bibliotheks- und Informationswissenschaftliche Weiterbildung in das IWS integriert. Mit der Umbenennung zur Technischen Hochschule im Jahr 2014 hat das Thema Digitalisierung hochschulweit, aber auch besonders am IWS eine immer stärkere Rolle eingenommen, was sich bspw. in den folgenden Darstellungen der Lehr- und Forschungsaktivitäten darstellt.

Verein

HI unterzeichnet Stellungnahme des DHd-Verbands zum Wissenschaftszeitvertragsgesetz

Der Vorstand des DHd-Verbands hat eine Stellungnahme zur aktuellen Diskussion um das Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) in Deutschland veröffentlicht. Hierin fordert er:

„Die Wissenschaftler:innen, die an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen auf befristeten Stellen arbeiten, leisten unter den in verschiedener Hinsicht belastenden Bedingungen des WissZeitVG hervorragende Arbeit und sind eine tragende Säule in Forschung, Lehre, Wissenstransfer und Selbstverwaltung an Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Sie verdienen bessere Rahmenbedingungen.

Die betroffenen Wissenschaftler:innen und ihre Anliegen müssen von Einrichtungsleitungen, Landes- und Bundesministerien gehört werden. Teils seit Langem vorliegende Lösungsansätze müssen sachorientiert und offen diskutiert werden.“

Der Vorstand des HI beobachtet die gleichen Probleme in der Befristungspraxis an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen wie in der Stellungnahme angeführt und schließt sich deshalb unterzeichnend der Stellungnahme an. Er unterstützt insbesondere die Position, dass eine unabhängige Evaluation des WissZeitVG wichtig und dringlich ist.

Der HI stellt vor

Der HI stellt vor: Das Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin

In der Reihe Der HI stellt vor möchten wir regelmäßig die Hochschulstandorte der Informationswissenschaft vorstellen und somit die Vielfalt der Forschungs- und Lehrinhalte demonstrieren. Den Auftakt macht das Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin (IBI). Weitere Beiträge der Reihe finden Sie dann in Zukunft auf der entsprechenden Kategorieseite

Inhaltliche Ausrichtung des IBI

Das Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft (IBI) ist das einzige universitäre Institut in Deutschland, welches bibliotheks- und informationswissenschaftliche Forschungstraditionen vereint. In den letzten zehn Jahren vollzog es eine tiefgreifende Strukturänderung, die mit einer Neuausrichtung sämtlicher Professuren auch eine Neuprofilierung des Instituts umfasste. Der traditionelle Forschungsfokus auf Bibliotheken wurde konsequent auf alle informationsverarbeitenden Infrastrukturen ausgeweitet, wobei die Schwerpunkte der Forschung auf dem Kulturerbe (vorrangig Bibliotheken, aber auch anderen Gedächtnisinstitutionen) sowie auf wissenschaftsunterstützenden Infrastrukturen liegen. Das IBI fokussiert in Forschung und Lehre auf vier Lehr- und Forschungsschwerpunktbereiche: Infrastrukturen, Information Experience, Openness und Literacy. Einen Überblick über die Forschungsbereiche findet sich hier.

Allgemein, Verein

Neuer HI-Vorstand gewählt

Im Rahmen der ISI 2021 tagte die Mitgliederversammlung des HI und wählte den neuen Vorstand:

  • Stefan Dreisiebner
  • Azra Eliezi-Bekiri
  • Bela Gipp
  • Ulrich Herb
  • Vivien Petras
  • Philipp Schaer
  • Wolfgang Semar
  • Julia Maria Struß

In der ersten Sitzung des neuen Vorstandes am 12. April 2021 wurden Vivien Petras als geschäftsführende Vorsitzende, Philipp Schaer als Schatzmeister und Julia Maria Struß als Schriftführerin im Amt bestätigt bzw. gewählt.

Aktuelles, ISI

Programm für das 16. Internationale Symposium für Informationswissenschaft (ISI 2021) vom 8.-11.3.2021 veröffentlicht

Das vom Hochschulverband für Informationswissenschaft und der Universität Regensburg organisierte Internationale Symposium für Informationswissenschaft (ISI 2021) findet vom 8.-11.3.2021 virtuell statt. Das Programm enthält drei Keynotes, zwei Panels, 23 Artikelbeiträge, ein Doktoranden- sowie Studierendenprogramm sowie die Präsentationen für den Gerhard-Lustig Award für die beste Masterarbeit in der Informationswissenschaft von 2017-2020. Virtuelle Labortouren, ein Social Event sowie ein Workshop „Express your Research“ vervollständigen das Konferenzangebot. Mehr Informationen: https://isi2021.net/index.php/programme/

Bitte registrieren Sie sich hier: https://isi2021.net/

Die Zugangsdaten für die virtuelle Konferenz werden nur an registrierte Teilnehmende versendet. Wir freuen uns auf einen regen Austausch.

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